Neues Angebot in der Stadtteilbücherei Bensberg


In der Stadtteilbücherei Bensberg gibt es seit März neue Angebote speziell für Menschen, die nicht gut lesen können.

Angestoßen von Frau Nelles-Rehbach, ehemalige Mitarbeiterin PROgymnasium Bensberg e.V., hat sich das Bibliotheksteam um Andreas Babst intensiv mit den Bedürfnissen von Menschen, die nicht gut Lesen können, auseinander gesetzt und geeignete Angebote konzipiert. Mit der Expertise von Frau Nelles-Rehbach, die seit vielen Jahren mit Menschen mit unterschiedlichen Hörbehinderungen arbeitet und Übersetzerin für Texte in Leichter Sprache ist, wurden so insbesondere Medien in Leichter Sprache, einfacher Sprache und zur Thematik der Gebärdensprache angeschafft. Übersetzungen von Texten in Leichter Sprache werden von Menschen mit Lernbehinderung auf Verständlichkeit geprüft und bieten insbesondere für Menschen mit funktionalem Analphabetismus, Migrationshintergrund, Demenzerkrankung oder für von Geburt an gehörlose Menschen einen Zugang zur Information und die Möglichkeit zur Teilhabe.

„Dies ist ein erster wichtiger Schritt,“ erklärt Frau Nelles-Rehbach, „aber aus meiner Erfahrung muss mehr geschehen, um die Zielgruppe an die Angebote der Stadtbücherei heranzuführen und Hemmschwellen abzubauen.“ Das Projekt umfasst deshalb, neben den zielgruppengerechten Medien, auch die technische Ausstattung mit einer Funk-Mikrofon-Kommunikationsanlage, Führungen durch die Stadtteilbücherei und Lesungen, die gleichzeitig für gehörlose Menschen von DolmetscherInnen in Gebärdensprache übersetzt werden.

Das Gesamtkonzept wird finanziert aus Mitteln des Aktionsplanes Inklusion der Stadt Bergisch Gladbach und mit Unterstützung der Kämpgen Stiftung. Träger des Prokekts ist die Bergische Welle e.V.

„Wir hoffen das Projekt wird gut angenommen, so dass es sukzessive erweitert werden kann“, sind sich Frau Nelles-Rehbach und der Leiter der Stadtteilbücherei Bensberg, Andreas Babst, einig.

Am 27. März 2019 findet die erste Bibliotheksführung mit gleichzeitiger Übersetzung in Gebärdensprache statt. Alle Interessierten können sich per E-Mail anmelden (angelika.rehbach@gmx.de).